Historische Reise in Hanoi - Die Geschichte der Hauptstadt Vietnams erleben
Historische Reise Hanoi: Die Geschichte der Hauptstadt Vietnams erleben
Hanoi ist nicht einfach nur eine Stadt; sie ist ein pulsierendes Archiv, in dem jede Straßenecke eine Geschichte flüstert. Wer Hanoi besucht, begibt sich auf eine Zeitreise, die über ein Jahrtausend umspannt. In diesem Blog-Beitrag nehmen wir Sie mit auf eine Entdeckungstour durch das historische Herz Vietnams.

1. Hanoi als ein historisches Reiseziel
Über 1000 Jahre Geschichte: Von der feudalen zur modernen Hauptstadt
Hanoi blickt auf eine stolze und wechselvolle Geschichte zurück, die im Jahr 1010 begann, als König Ly Thai To die Hauptstadt nach "Thang Long" – dem „Aufsteigenden Drachen“ – verlegte. Über ein Jahrtausend lang war die Stadt das politische, kulturelle und religiöse Zentrum des Landes. Sie hat den Aufstieg und Fall mächtiger Dynastien, die koloniale Fremdherrschaft und die dramatischen Kämpfe des 20. Jahrhunderts miterlebt.
Heute präsentiert sich Hanoi als eine faszinierende Mischung aus geschäftiger Modernität und tief verwurzelter Tradition, wobei das historische Erbe nie verdrängt, sondern stolz integriert wurde.
Eine Stadt wie eine lebendige Landkarte der Geschichte
Man kann Hanoi als eine begehbare Landkarte bezeichnen. Die Architektur und die Stadtplanung sind die physischen Schichten dieser Karte: von den labyrinthartigen Gassen der Altstadt, die nach mittelalterlichen Zünften sortiert sind, über die herrschaftlichen Villen der französischen Kolonialzeit bis hin zu den monumentalen Bauten des sozialistischen Realismus.
Wer durch Hanoi geht, liest in den Fassaden wie in einem Geschichtsbuch. Es ist diese Dichte an authentischen Schauplätzen, die die Stadt so einzigartig macht.
Warum Hanoi deutsche Touristen begeistert
Für Reisende aus Deutschland, die oft ein tiefes Interesse an akademischem und kulturellem Tourismus mitbringen, bietet Hanoi eine intellektuelle Tiefe, die weit über das übliche Sightseeing hinausgeht. Deutsche Touristen schätzen die Authentizität und die Möglichkeit, komplexe historische Zusammenhänge – wie die Transformation vom Feudalismus über den Kolonialismus bis hin zur Unabhängigkeit – vor Ort zu begreifen.
Die Melange aus asiatischer Philosophie und europäisch geprägter Architektur sowie die respektvolle Erinnerungskultur machen Hanoi zu einem idealen Ziel für Bildungsreisende.

2. Kaiserliches Erbe – Das feudale Vietnam entdecken
Die Kaiserliche Zitadelle von Thang Long
Dieses UNESCO-Weltkulturerbe gilt als das unbestrittene Epizentrum der vietnamesischen Geschichte und Identität. Über einen beeindruckenden Zeitraum von 13 Jahrhunderten diente dieser Ort als kontinuierliches Machtzentrum für verschiedene Dynastien, was ihn zu einem weltweit einzigartigen archäologischen Schauplatz macht. Besucher können heute faszinierende Ausgrabungen bestaunen, die die prachtvollen Fundamente und kunstvollen Relikte alter Paläste aus der Ly-, Tran- und Le-Zeit ans Licht bringen.
Doch die Geschichte endet hier nicht beim Feudalismus: Tief unter der Erde können Sie den geheimen D67-Bunker besichtigen, der während des Vietnamkrieges der Führung der Volksarmee als strategisches Hauptquartier diente. Diese außergewöhnliche Schichtung der Epochen macht die Zitadelle von Thang Long zu einem Ort, an dem die kaiserliche Pracht der Vergangenheit direkt auf die dramatische Militärgeschichte der Moderne trifft.
Besucherinfos: Geöffnet täglich (außer montags) von 08:00 bis 17:00 Uhr. Eintritt: ca. 30.000 VND. Adresse: 19 Hoang Dieu, Ba Dinh.
>>> Fur weiteren Informationen lesen Sie in: Die Kaiserliche Zitadelle von Thang Long
Die Altstadt von Hanoi - Der "36 Gassen"
Nördlich des Hoan-Kiem-Sees liegt das Viertel der „36 Gassen“, das pulsierende wirtschaftliche Zentrum des historischen Hanois. Ursprünglich im 13. Jahrhundert als Handwerksviertel vor den Toren der Zitadelle entstanden, ist jede Straße traditionell einer bestimmten Zunft gewidmet – von Seide und Silber bis hin zu Papier und Gewürzen. Die Architektur ist geprägt von den charakteristischen „Tunnelhäusern“, die schmal zur Straße hin, aber tief in den Block hineingebaut wurden, um die damalige Fassadensteuer zu minimieren.
Ein Spaziergang durch dieses Labyrinth ist ein Fest für die Sinne: Hier vermischen sich die Gerüche von Garküchen, das rhythmische Hämmern der Handwerker und das visuelle Chaos der bunten Waren zu einem authentischen Erlebnis alt-vietnamesischer Stadtkultur.
Besucherinfos: Am besten erkundet man die Altstadt zu Fuß oder mit dem Cyclo (Fahrradrikscha). Besuchen Sie das „Heritage House“ in der Ma May Straße 87, um ein perfekt restauriertes traditionelles Kaufmannshaus von innen zu sehen.
Eintritt Heritage House: ca. 10.000 VND. Geöffnet täglich von 08:00 bis 17:00 Uhr (Mittagspause beachten).
Der Literaturtempel
Gegründet im Jahr 1070, ist der Literaturtempel Konfuzius gewidmet und beherbergte die erste Universität Vietnams. Die Anlage ist ein Meisterwerk der traditionellen Architektur mit ihren fünf Innenhöfen und den berühmten Steinstele auf den Rücken von Schildkröten, welche die Namen der erfolgreichen Gelehrten tragen. Ein Ort der Stille und der Verehrung von Bildung.
Besucherinfos: Täglich geöffnet von 08:00 bis 17:00 Uhr. Eintritt: ca. 30.000 VND. Kleiderordnung: Schultern und Knie bedeckt halten.
>>> Fur weiteren Informationen lesen Sie in: Der Literaturtempel in Hanoi

3. Die Kolonialzeit in Hanoi
Das Hoa-Lo-Gefängnis
Das Hoa-Lo-Gefängnis wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der französischen Kolonialverwaltung unter dem Namen „Maison Centrale“ errichtet, um vietnamesische Unabhängigkeitskämpfer unter grausamen Bedingungen zu inhaftieren und den Widerstand zu brechen. Die massiven Mauern und bedrückenden Kerker zeugen noch heute von der Härte jener Ära, in der politische Gefangene für ihre Vision eines freien Vietnams litten. Jahrzehnte später erlangte der Komplex während des Vietnamkrieges weltweite Bekanntheit als „Hanoi Hilton“.
Heute dient das Areal als ein tief bewegendes Museum, das nicht nur die Grausamkeit der Kolonialzeit schonungslos dokumentiert, sondern vor allem den unbeugsamen Geist und den heldenhaften Opfermut des vietnamesischen Volkes ehrt. Es ist ein Ort der mahnenden Erinnerung, der die Besucher dazu einlädt, über den hohen Preis der Freiheit und die wechselvolle Militärgeschichte des Landes zu reflektieren.
Besucherinfos: Täglich 08:00 bis 17:00 Uhr. Eintritt: 30.000 VND.
Tipp: Nutzen Sie den Audio-Guide für tiefe Einblicke.
Der Präsidentenpalast
Dieses prächtige gelbe Gebäude wurde 1906 als Sitz des Generalgouverneurs von Indochina fertiggestellt. Es ist ein herausragendes Beispiel für die Beaux-Arts-Architektur. Ho Chi Minh weigerte sich später, im Palast zu wohnen, und wählte stattdessen ein bescheidenes Stelzenhaus im Garten, was den Palast heute zu einem Symbol für den Kontrast zwischen imperialem Pomp und revolutionärer Bescheidenheit macht.
Besucherinfos: Der Palast selbst kann nur von außen besichtigt werden, das Gelände mit Garten und Stelzenhaus ist jedoch zugänglich.
>>> Fur weiteren Informationen lesen Sie in: Der Präsidentenpalast
Die Long-Bien-Brücke
Die zwischen 1899 und 1902 vom französischen Architekturbüro Daydé & Pillé (unter der Ära von Generalgouverneur Paul Doumer) errichtete Long-Bien-Brücke war zur Zeit ihrer Fertigstellung eine der längsten Brücken Asiens und die erste Stahlkonstruktion, die den gewaltigen Roten Fluss überspannte.
Ein Spaziergang auf den geschichtsträchtigen, rostigen Planken bei Sonnenuntergang bietet nicht nur einen nostalgischen Blick auf das alte Hanoi, sondern lässt Besucher die Verbindung zwischen kolonialer Ingenieurskunst und dem unbändigen Geist der Unabhängigkeit hautnah spüren. Während unter den massiven Stahlträgern die Züge langsam rattern und Händler ihre Waren über den Fluss transportieren, wird die Brücke zu einem lebendigen Museum unter freiem Himmel.
Besucherinfos: Frei zugänglich. Am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad überqueren (Vorsicht vor Mopeds!).

St. Joseph Kathedrale
Die neugotische Kathedrale aus dem Jahr 1886 erinnert stark an Notre Dame in Paris. Mit ihren verrußten Mauern und den kunstvollen Glasfenstern ist sie das Zentrum der katholischen Gemeinde Hanois und ein markanter Orientierungspunkt inmitten der quirligen Gassen.
Besucherinfos: Der Vorplatz ist immer zugänglich. Innenbesichtigung während der Messezeiten oder nachmittags möglich.
>>> Fur weiteren Informationen lesen Sie in: Die St.-Josephs-Kathedrale in Hanoi
Wasserturm Hang Dau
Dieser markante, turmartige Bau aus dem Jahr 1894 erinnert mit seinem massiven Mauerwerk und den schmalen Fensterschlitzen unwillkürlich an eine europäische Festung des Mittelalters. Ursprünglich wurde er von den Franzosen errichtet, um die Wasserversorgung der wachsenden Kolonialstadt und ihrer Truppen sicherzustellen, womit er einen Meilenstein der frühen Infrastrukturmoderne in Vietnam darstellt.
Heute markiert der Turm auf beeindruckende Weise den geografischen und ästhetischen Übergang zwischen dem verwinkelten Labyrinth der Altstadt und dem großzügig angelegten französischen Viertel. Als eines der ältesten erhaltenen Relikte der kolonialen Stadtplanung erzählt er von der Transformation Hanois zu einer modernen Metropole des 19. Jahrhunderts.
Besucherinfos: kostenfrei; bei Ausstellungen können geringe Gebühren anfallen.

4. Militärgeschichte & Erinnerungskultur
Ba-Dinh-Platz
Der Ba-Dinh-Platz ist die weitläufige, grüne Bühne der vietnamesischen Nation und ein Ort von immenser symbolischer Tragweite. Hier, auf diesem historischen Areal, verlas Präsident Ho Chi Minh am 2. September 1945 die Unabhängigkeitserklärung und begründete damit die Demokratische Republik Vietnam. Die streng geometrische Anlage mit ihren 240 präzisen Rasenquadraten strahlt eine feierliche Ruhe aus, die im starken Kontrast zum sonstigen Trubel Hanois steht.
Umgeben von bedeutenden Regierungsgebäuden ist der Platz nicht nur Schauplatz nationaler Paraden, sondern auch ein Ort, an dem die moderne Geschichte Vietnams bei jeder Flaggenzeremonie spürbar wird. Für Besucher bietet der weite Blick über das Ensemble eine wichtige Perspektive auf das staatliche Selbstverständnis und den Patriotismus des Landes.
Besucherinfos: frei zugänglich. Flaggenhissung im täglich um 06:00 Uhr morgens und um 21:00 Uhr die Flaggenhaussung statt
Hinweis: Das Tragen von angemessener Kleidung wird erwartet, besonders wenn man sich dem angrenzenden Mausoleum nähert.
Ho-Chi-Minh-Mausoleum
Das auf dem historischen Ba-Dinh-Platz errichtete, massive Bauwerk aus grauem Granit ist die letzte Ruhestätte des Nationalhelden und beeindruckt mit seiner schlichten, fast majestätischen Architektur, die Solidität und Beständigkeit ausstrahlt.
Für die Vietnamesen ist das Ho-Chi-Minh-Mausoleum nicht nur ein Grabmal, sondern das heilige Herz des modernen Vietnams. Die ständige Präsenz der Ehrenwache in makellosen weißen Uniformen und die feierliche Wachablösung unterstreichen die Heiligkeit und den tiefen Respekt vor der Gründung des vietnamesischen Staates.
Besuchern bietet es einen Einblick in die kollektive Identität und die anhaltende Verehrung, die „Onkel Ho“ im ganzen Land genießt.
Besucherinfos: Geöffnet vormittags (07:30 - 10:30 Uhr). Montags und freitags geschlossen. Strenges Fotografierverbot im Inneren und formelle Kleidung erforderlich.
Vietnam Militärgeschichtliches Museum
Für Technik- und Strategiebegeisterte sowie historisch Interessierte ist dieses Museum ein absolutes Muss auf jeder Hanoi-Reise. Es beherbergt eine beeindruckende und teils bedrückende Sammlung von Originalexponaten, darunter erbeutete französische und US-amerikanische Kampfflugzeuge, Panzer und schwere Artillerie, die von den bewegten Jahrzehnten des Unabhängigkeitskampfes zeugen.
Besonders eindrucksvoll ist das Mahnmal aus Flugzeugwrackteilen, das den Sieg in der Luft symbolisiert und die Entschlossenheit der vietnamesischen Streitkräfte dokumentiert.
Besucherinfos: 28A Dien Bien Phu. Täglich außer montags und freitags geöffnet.

5. Religion, Kultur und Stadtgeschichte
Hoan-Kiem-See, The-Huc-Brücke und Ngoc-Son-Tempel
Der Hoan-Kiem-See, auch bekannt als der „See des zurückgegebenen Schwertes“, bildet das grüne, spirituelle Herzstück und die unverwechselbare Seele Hanois. Seine tiefe historische Bedeutung wurzelt in der faszinierenden Legende aus dem 15. Jahrhundert, nach der König Le Loi ein magisches Schwert von einer goldenen Schildkröte erhielt, um die Invasoren zu vertreiben, und es nach dem Sieg an dieser Stelle dem göttlichen Wesen zurückgab. Diese Symbiose aus Mythologie und realer Stadtgeschichte macht den See zu einem Ort der Ehrfurcht und Ruhe inmitten des städtischen Pulsschlags.
Über die ikonische, leuchtend rote The-Huc-Brücke – die „Brücke der einfallenden Sonnenstrahlen“ – gelangen Besucher zum Ngoc-Son-Tempel, der malerisch auf der Jade-Insel thront. Dieser Tempel ist nicht nur architektonisch ein Juwel, sondern als Gedenkstätte für den Nationalhelden Tran Hung Dao und verschiedene Schutzgottheiten der Gelehrsamkeit auch ein bedeutendes Zentrum für die konfuzianische und taoistische Verehrung.
Besucherinfos: Tempel-Eintritt: ca. 30.000 VND. Am Wochenende ist die Straße um den See eine Fußgängerzone.
Einsäulenpagode
Diese architektonisch einzigartige Pagode aus dem 11. Jahrhundert ruht majestätisch auf nur einer einzigen Steinsäule inmitten eines quadratischen Lotusteichs. Das Bauwerk wurde im Jahr 1049 von König Ly Thai Tong in Auftrag gegeben, nachdem ihm – so die Legende – die Göttin der Barmherzigkeit im Traum erschienen war und ihm auf einer Lotusblüte sitzend einen Thronfolger überreichte. Die gesamte Konstruktion ist so gestaltet, dass sie einer aus dem Wasser emporsteigenden Lotusblüte gleicht, die im Buddhismus als Symbol für Reinheit und Erleuchtung gilt.
Trotz ihrer Zerstörung durch abziehende Kolonialtruppen im Jahr 1954 wurde sie originalgetreu wiederaufgebaut und bleibt bis heute eines der ikonischsten Wahrzeichen sowie ein spirituelles Kraftzentrum Vietnams. Sie verkörpert auf engstem Raum die tiefe Verbindung zwischen kaiserlicher Frömmigkeit und vietnamesischer Kunstfertigkeit.
Besucherinfos: täglich von 08:00 bis 17:00 Uhr zugänglich, kostenlos
Tran-Quoc-Pagode
Die Tran-Quoc-Pagode gilt als das älteste buddhistische Heiligtum Hanois und blickt auf eine beeindruckende, über 1.500-jährige Geschichte zurück, die bis in die Ly-Nam-De-Dynastie im 6. Jahrhundert reicht. Malerisch auf einer kleinen Halbinsel am Ostufer des Westsees (Tay Ho) gelegen, scheint die Anlage förmlich über dem Wasser zu schweben und bietet besonders bei Sonnenuntergang einen Anblick von meditativer Schönheit.
Ihr markantestes Merkmal ist der elfstöckige, rötliche Stupa, ein Meisterwerk der buddhistischen Baukunst, in dessen Nischen weiße Buddha-Statuen aus Edelstein ruhen. Als spirituelles Zentrum zieht die Pagode seit Jahrhunderten Gelehrte und Gläubige an, die hier inmitten von Weihrauchduft und alten Bodhi-Bäumen – von denen einer ein Ableger des heiligen Baumes aus Indien ist – Ruhe und Erleuchtung suchen.
Besucherinfos: Täglich 08:00 - 16:00 Uhr. Eintritt frei, Spenden willkommen.

Thay-Pagode
Etwas außerhalb des geschäftigen Stadtzentrums von Hanoi gelegen, gilt die Thay-Pagode als eine der spirituellsten und malerischsten Anlagen Nordvietnams. Sie ist dem ehrwürdigen Mönch Tu Dao Hanh gewidmet, der nicht nur als Heiler und religiöser Lehrer verehrt wird, sondern auch als der legendäre Erfinder des vietnamesischen Wasserpuppentheaters gilt.
Besucherinfos: Die Pagode befindet sich im Dorf Sai Son (Bezirk Quoc Oai), etwa 30 km westlich von Hanoi. Die Anreise mit dem Taxi oder einem privaten Fahrer dauert ca. 45–60 Minuten.
Eintritt: ca. 10.000 bis 20.000 VND.
Tipp: Besonders lebendig ist es während des Thay-Pagoden-Festivals (vom 5. bis 7. Tag des dritten Mondmonats), wenn traditionelle Wasserpuppenspiele im Freien aufgeführt werden.
Tay-Phuong-Pagode
Die Tay-Phuong-Pagode, auch bekannt als "Pagode des Westens", ist ein herausragendes Juwel der vietnamesischen Holzarchitektur und Bildhauerei. Auf einem Hügel gelegen, der die Form eines Drachenkopfs haben soll, beeindruckt die Anlage durch ihre drei parallel angeordneten Hallen und die geschwungenen Dachziegel, die wie Drachenschuppen wirken.
Besucherinfos: 40 km westlich von Hanoi. Sie lässt sich hervorragend mit einem Besuch der Thay-Pagode kombinieren.
Eintritt: ca. 10.000 VND.
Hinweis: Da der Weg zum Tempel über viele Stufen führt, ist festes Schuhwerk ratsam. Die ruhige Atmosphäre am frühen Vormittag eignet sich am besten für eine meditative Besichtigung.
>>> Fur weiteren Informationen lesen Sie in: Tay-Phuong-Pagode in Hanoi

6. Hanoi heute – Geschichte im Alltag erleben
In Hanoi ist Geschichte nicht im Museum eingesperrt. Sie lebt im Alltag weiter. Man sieht sie in den alten Frauen, die in den Gassen der Altstadt immer noch Waren an der Tragestange verkaufen, oder in den jungen Studenten, die vor den Stelen im Literaturtempel für gute Prüfungsergebnisse beten. Die „Train Street“, wo der Zug haarscharf an Häusern aus der Kolonialzeit vorbeifährt, zeigt, wie sich die Infrastruktur von gestern in das Leben von heute zwängt. Geschichte in Hanoi ist laut, bunt und riecht nach Streetfood.
>>> Fur weiteren Informationen lesen Sie in: Die Zugstraße in Hanoi
7. Respektvoll historisch reisen in Hanoi
Beim Besuch dieser heiligen und historischen Stätten ist Respekt oberstes Gebot:
Kleidung: In Tempeln und im Mausoleum sollten Schultern und Knie immer bedeckt sein.
Verhalten: Sprechen Sie leise an religiösen Orten. Berühren Sie keine Artefakte oder Statuen, sofern es nicht ausdrücklich erlaubt ist.
Fotografieren: Achten Sie auf Verbotsschilder, besonders in militärischen Anlagen und im Inneren des Mausoleums. Fragen Sie Einheimische höflich, bevor Sie sie bei ihren täglichen Verrichtungen fotografieren.

8. Fazit
Hanoi ist eine Stadt, die Geduld und Neugier belohnt. Wer bereit ist, hinter die Fassaden der modernen Metropole zu blicken, findet ein reiches Erbe, das von Stolz, Widerstandskraft und kultureller Blüte erzählt. Ob es die kaiserliche Erhabenheit der Zitadelle, der koloniale Charme des französischen Viertels oder die spirituelle Ruhe der Pagoden ist – Hanoi hinterlässt bei jedem Besucher einen bleibenden Eindruck. Es ist eine Reise in die Seele Vietnams.
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