Vietnam mit Kindern: Top historische Orte & praktische Tipps
Vietnam mit Kinderaugen entdecken: Wo Geschichte zum Abenteuer wird
Ein Familienurlaub in Vietnam ist weit mehr als Strand und Sonne – es ist eine Zeitreise für kleine Entdecker. Doch wie vermittelt man Kindern die komplexe Geschichte von kaiserlichen Zitadellen und jahrtausendealten Traditionen, ohne dass Langeweile aufkommt? Das Geheimnis liegt in der Auswahl der Orte: Weg von staubigen Museen, hin zu lebendigen Schauplätzen, die Raum für Bewegung und Fantasie lassen.
In diesem Guide zeigen wir Ihnen, wie Sie vietnamesische Geschichte erleben, dass sie für Ihre Kinder zum spannenden Abenteuer wird – respektvoll, entspannt und voller unvergesslicher Momente für die ganze Familie.

1. Geschichte kinderfreundlich erleben
1.1 Reisen mit Kindern bedeutet andere Prioritäten
Wer mit der Familie nach Vietnam reist, weiß: Ein gelungener Urlaub ist eine feine Balance zwischen Bildung und Entspannung. Während wir Erwachsenen uns oft stundenlang in historische Details vertiefen könnten, suchen Kinder nach Interaktion und Freiraum.
In Vietnam bedeutet „familienfreundlich“ nicht nur ein kinderliebes Lächeln der Einheimischen, sondern vor allem eine angepasste Tagesplanung. Hier rücken die Bedürfnisse nach Bewegung, Schattenpausen und kindgerechter Logistik in den Vordergrund, um den gefürchteten Tempel-Burnout zu vermeiden.
1.2 Historische Orte können spannend sein – wenn sie richtig gewählt werden
Vietnam ist ein riesiger Abenteuerspielplatz der Geschichte, sofern man die Auswahl mit Bedacht trifft. Ein Ort wird für kleine Entdecker erst dann lebendig, wenn er ihre Sinne anspricht: Es geht um das Echo in alten kaiserlichen Hallen, das Beobachten von Wasserbüffeln auf geschichtsträchtigem Boden oder das geheimnisvolle Leuchten der Laternen in antiken Städten.
Wenn wir Orte wählen, die „Geschichte zum Anfassen“ bieten und Raum für die kindliche Fantasie lassen, wird der Besuch einer historischen Stätte nicht zur Pflichtaufgabe, sondern zu einem prägenden Gemeinschaftserlebnis, das die Neugier auf fremde Kulturen nachhaltig weckt.

2. Was macht einen historischen Ort kinderfreundlich?
Damit Geschichte für die kleinsten Reisenden nicht als „trockene Theorie“ endet, muss ein Ort bestimmte Kriterien erfüllen. Hier sind die wichtigsten Faktoren, die eine historische Stätte in Vietnam zu einem echten Familien-Highlight machen:
2.1 Freiraum für Entdecker: Platz zum Bewegen
Kinder begreifen ihre Umwelt buchstäblich durch Bewegung. Ein kinderfreundlicher historischer Ort in Vietnam bietet weite, sichere Flächen statt enger, dunkler Korridore. Anstatt nur diszipliniert „mit den Augen zu schauen“, benötigen kleine Entdecker die Freiheit, über breite Steinpfade zu flitzen oder mystische architektonische Details aus nächster Nähe zu bestaunen.
Orte mit einem „Hands-on“-Charakter, an denen Geschichte durch haptische Erlebnisse greifbar wird, fördern die natürliche Neugier. Dies verwandelt einen klassischen Besichtigungstermin in ein lebendiges Abenteuer und verhindert effektiv das Aufkommen von Langeweile bei der ganzen Familie.
2.2 Kurze Wege und offene Areale
Kleine Beine werden schnell müde, daher ist die richtige Taktung entscheidend. Ideal sind Stätten mit einer hohen Dichte an visuellen Eindrücken auf kompaktem Raum oder weitläufige Parkanlagen, wie die kaiserliche Zitadelle in Hue, die Rückzugsorte abseits der Menschenmassen bieten. Solche offenen Areale schenken Kindern die nötige Freiheit, die Welt spielerisch zu entdecken.
Hier dürfen sie auch einmal etwas lauter sein und ihrem Bewegungsdrang nachgeben, ohne die spirituelle Stille eines Gebetsraums zu stören – eine entspannte Lösung, die Kulturgenuss für Eltern und Abenteuer für Kinder harmonisch vereint.
2.3 Ein Fest für die Sinne: Architektur, Natur und Wasser
Ein historischer Ort wirkt auf Kinder besonders anziehend, wenn er visuelle Abwechslung bietet. Glitzernde Drachenfiguren an den Dachfirsten, bunte Mosaike oder stille Koiteiche in den Innenhöfen bieten sofortige Anknüpfungspunkte für ihre Fantasie. Die harmonische Kombination aus beeindruckender Architektur und lebendiger Natur sorgt dafür, dass Kinder das Gefühl haben, durch eine geheimnisvolle Märchenwelt zu wandern.
Statt trockener Jahreszahlen rücken so sinnliche Entdeckungen in den Vordergrund, die den Besuch zu einem bleibenden Erlebnis machen und die Neugier auf fremde Kulturen spielerisch wecken.

2.4 Storytelling statt trockener Fakten
Verzichten Sie auf endlose Jahreszahlen und trockene Fakten. Ein Ort ist dann wirklich kinderfreundlich, wenn er lebendige Geschichten erzählt: Von mutigen Königen, geheimnisvollen Legenden über goldene Schildkröten oder dem verspielten Alltag kleiner Prinzen hinter Palastmauern.
Diese narrativen Elemente machen die Geschichte greifbar und verwandeln Ruinen in magische Schauplätze. Sie regen die kindliche Fantasie an und schaffen eine emotionale Verbindung – so bleibt das Erlernte als bleibende Erinnerung viel tiefer im Gedächtnis als bloße historische Daten.
2.5 Schattenplätze und Ruhezonen
Das tropische Klima Vietnams ist für Kinder besonders fordernd và erfordert eine kluge Planung. Ein idealer historischer Standort zeichnet sich daher durch weite, schattige Areale unter alten Banyan-Bäumen oder in kühlen Pavillons aus.
Diese Rückzugsorte sind essenziell für eine entspannte Snack-Pause (Picknick), um neue Kräfte zu sammeln và die Kinder vor der Mittagshitze zu schützen. Solche bewussten Pausen im Schatten halten das Energielevel der gesamten Familie im Gleichgewicht và verwandeln die Besichtigung in ein stressfreies, freudvolles Erlebnis für Groß und Klein.
2.6 Barrierefreiheit: Logistik mit Kinderwagen
Für Familien mit Kleinkindern ist die Kinderwagentauglichkeit ein entscheidendes Kriterium. Ein kinderfreundlicher Ort verfügt über ebenerdige Wege oder Rampen. Wo Treppen unvermeidbar sind, sollten die Areale zumindest so gestaltet sein, dass man den Buggy sicher „parken“ kann, um die nähere Umgebung zu erkunden.

3. Besonders geeignete historische Orte in Vietnam: Geschichte zum Erleben
Vietnams kulturelles Erbe ist für Familien kein Hindernis, sondern eine Einladung zum Staunen. Hier sind die besten Orte, an denen Geschichte für kleine und große Entdecker lebendig wird:
3.1 Kaiserliche Zitadelle von Hue
Die ehemalige Kaiserstadt ist der ideale Ort, um in die Welt von Drachen und Kaisern einzutauchen, ohne Kinder zu überfordern.
- Viel Freiraum: Die weitläufige Anlage bietet viel Grün und offene Flächen, auf denen sich Kinder frei bewegen können, während Eltern die Architektur bewundern.
- Leicht verständliche Historie: Statt komplexer Daten stehen Geschichten über das Leben im Palast, prächtige Zeremonien und die goldene Ära Vietnams im Vordergrund.
- Spielerisches Lernen: Die Kombination aus schattigen Spazierwegen und beeindruckenden Toren macht die Besichtigung zu einer entspannten Entdeckungstour.
>>> Für weiteren Informationen lesen Sie: Historische Reise in Hue
3.2 Altes Dorf Duong Lam (Hanoi)
Nur einen Katzensprung von Hanoi entfernt, bietet dieses Dorf eine Zeitreise in das ländliche Vietnam von vor hunderten von Jahren.
- Authentisches Dorfleben: Hier ist Geschichte kein Museum, sondern Alltag. Kinder lieben es, Wasserbüffel auf den Feldern zu sehen und durch die alten Gassen zu streifen.
- Ideal für Neugierige: Die traditionellen Häuser aus roter Laterit-Erde laden zum Erkunden ein und bieten greifbare Einblicke in die Ahnenverehrung und Landwirtschaft.
>>> Für weiteren Informationen lesen Sie: Duong Lam: Eine Zeitreise ins ländliche Herz Vietnams

3.3 Altstadt von Hoi An
Hoi An ist oft das Highlight für deutsche Familien, da es eine perfekte Mischung aus Sicherheit và Kreativität bietet.
- Autofreie Zone: Die Ruhe ohne Mopeds schont die elterlichen Nerven und erlaubt es Kindern, sicher durch die bunten Gassen zu laufen.
- Kreative Interaktion: In den vielen Workshops können Kinder handgefertigte Laternen mit den eigenen Händen herstellen – ein unvergessliches Souvenir und "Geschichte zum Anfassen" pur.
- Abendzauber: Wenn die Laternen auf dem Fluss leuchten, wird Geschichte zu einem magischen Erlebnis.
>>> Für weiteren Informationen lesen Sie: Laternenherstellung in Hoi An
3.4 Hoa Lu (Ninh Binh)
Die erste Hauptstadt Vietnams bietet die perfekte Kombination aus Kultur und Naturerlebnis.
- Kurz & Knackig: Die Tempelanlagen sind kompakt, was die Besichtigungsdauer kinderfreundlich kurz hält.
- Natur pur: Die historischen Tempel liegen eingebettet in monumentale Kalksteinfelsen.
- Abwechslungsreiches Programm: Der Besuch lässt sich ideal mit einer Bootstour in Tam Coc verbinden – so folgt auf die Kultur direkt das Natur-Abenteuer.
>>> Für weiteren Informationen lesen Sie: Historische Reise in Ninh Binh
3.5 Ethnologisches Museum (Hanoi)
Für viele Experten ist dies das beste Museum Vietnams für Familien.
- Anfassen ausdrücklich erlaubt: Im weitläufigen Außenbereich dürfen Kinder die originalgetreuen Häuser der verschiedenen ethnischen Minderheiten betreten, erklettern und erkunden.
- Lebendiges Handwerk: Oft zeigen Handwerker vor Ort ihre Kunst. Kinder können traditionelle Handwerkskunst hautnah erleben, was das Verständnis für die kulturelle Vielfalt des Landes spielerisch fördert.
>>> Für weiteren Informationen lesen Sie: Das Ethnologische Museum in Hanoi

4. Herausfordernde Orte – und warum
Nicht jeder geschichtsträchtige Ort lässt sich nahtlos in einen entspannten Familientag integrieren. Es geht dabei nicht um „ungeeignete“ Ziele, sondern um das Verständnis dafür, welche Kulissen die Geduld kleiner Entdecker strapazieren könnten. Hier ist eine ehrliche Einschätzung für Ihre Planung:
4.1 Enge Tempelanlagen und strenge Etikette
Kleine, dunkle Pagoden, in denen dichte Weihrauchwolken in der Luft hängen und absolute Stille herrscht, sind für die kindliche Abenteuerlust oft eine Hürde. Wo Flüstern Pflicht ist und der Bewegungsdrang durch zerbrechliche Artefakte auf engstem Raum gebremst wird, entsteht für Eltern oft Stress statt Entspannung. In solchen Momenten wird die „unsichtbare Grenze“ für Kinder schwer greifbar.
4.2 Abstrakte oder komplexe historische Inhalte
Manche Ruinen oder Gedenkstätten erschließen sich nur durch tiefes Hintergrundwissen oder lange Informationstexte. Ohne visuelle Ankerpunkte wie prächtige Drachenfiguren oder weitläufige Gärten bleiben diese Orte für Kinder oft nur „alte Steine“. Wenn der geschichtliche Kontext zu abstrakt ist, schwindet die Konzentration schneller, als man die erste Infotafel gelesen hat.
4.3 Monotone Führungen ohne Interaktion
Klassische Stadtführungen, die auf Jahreszahlen und harten Fakten basieren, sind der natürliche Feind der kindlichen Neugier. Kinder brauchen Geschichte zum Anfassen – sie wollen wissen, was die Prinzessinnen gegessen haben oder wie die Soldaten in den Tunneln schliefen. Lange, monotone Vorträge ohne spielerische Elemente oder Pausen führen oft dazu, dass die historische Magie verloren geht.
Aber denken Sie daran, dass diese Orte keineswegs tabu sind. Aber sie erfordern ein höheres Maß an Vorbereitung, kürzere Besuchszeiten oder ein geschicktes „Storytelling“ der Eltern, um die Brücke zwischen Weltgeschichte und Kinderwelt zu schlagen.
5. Altersempfehlungen – was passt zu welchem Kind?
Jedes Alter hat seine eigene Brille, durch die es die Welt betrachtet. Damit die Geschichtsreise durch Vietnam für alle zum Erfolg wird, ist eine altersgerechte Auswahl der Ziele entscheidend:
5.1 Kleinkinder (0–5 Jahre): Fokus auf Natur, Bewegung und kurze Stopps
In diesem Alter ist die Welt ein riesiger Spielplatz. Lange historische Vorträge sind zwecklos; stattdessen zählen sinnliche Erlebnisse. Kleinkinder brauchen Bewegungsfreiheit. Orte wie das alte Dorf Duong Lam oder die weitläufigen Gärten der kaiserlichen Grabmäler in Hue sind ideal, da sie fernab vom hektischen Verkehr liegen.
Der Schlüssel: Kurze Besichtigungsintervalle, unterbrochen von Pausen bei einem bunten Obststand oder am Wasser, halten die Neugier wach, ohne das Kind zu überfordern.
5.2 Schulkinder (6–12 Jahre): Einfache Geschichten und sichtbare Strukturen
Kinder im Grundschulalter lieben Heldengeschichten und Rätsel. Sie beginnen zu verstehen, dass die Welt früher anders aussah. Sie faszinieren sich für das Greifbare. Die Drachenskulpturen in den Tempeln von Hoa Lu oder die leuchtenden Lampions in den alten Häusern von Hoi An regen die Fantasie an.
Der Schlüssel: Verknüpfen Sie Fakten mit Legenden. Erzählen Sie nicht von Regierungsjahren, sondern von den mutigen Königen und den geheimnisvollen Symbolen der vietnamesischen Mythologie, die sie vor Ort "suchen" können.
5.3 Jugendliche (ab 13 Jahren): Vergleich, Diskussion und kulturelle Unterschiede
Teenager suchen nach Sinnhaftigkeit und reflektieren oft kritisch über die Welt. Sie interessieren sich für die tieferen Zusammenhänge. Sie verstehen die Kontraste zwischen der vietnamesischen Philosophie und westlichen Denkweisen. Historische Orte wie die Zitadelle von Hue bieten Stoff für Diskussionen über Kolonialismus, Krieg und den Wiederaufbau (Rekonstruktion).
Der Schlüssel: Beziehen Sie Jugendliche aktiv ein. Lassen Sie sie die kulturellen Unterschiede selbst entdecken – etwa die Bedeutung der Ahnenverehrung im Vergleich zu europäischen Traditionen. Das weckt echtes Interesse an globaler Geschichte.

6. Praktische Tipps für entspannte Besuche: So wird Kultur zum Familienglück
Ein entspannter Ausflug zu historischen Stätten in Vietnam ist kein Zufall, sondern das Ergebnis kluger Planung. Hier sind unsere bewährten Strategien für Eltern:
6.1 Besuchsdauer realistisch planen: Weniger ist mehr
Verabschieden Sie sich vom klassischen ‚Abhaken‘ langer Sightseeing-Listen. Für Kinder zählt die Qualität des Erlebnisses, nicht die Quantität der besuchten Denkmäler. Planen Sie pro Standort maximal 90 bis 120 Minuten ein, um die kindliche Neugier nicht zu überfordern. Ein kurzes, intensives Eintauchen in die Legenden einer Pagode bleibt weitaus positiver in Erinnerung als ein erschöpfender dreistündiger Marathon durch weitläufige Tempelanlagen.
6.2 Pausen, Snacks und Schatten einbauen: Die „Energie-Tankstellen“
Kinder brauchen regelmäßige Pausen, um die Eindrücke zu verarbeiten. Suchen Sie gezielt nach schattigen Plätzen unter uralten Banyan-Bäumen.
Wichtig: Haben Sie immer ausreichend gesunde Snacks und Wasser dabei. Ein kühles Kokoswasser vor Ort wirkt oft Wunder gegen kleine Motivationstiefs.
6.3 Timing ist alles: Den Tag klug nutzen
Besuchen Sie Monumente entweder früh am Morgen (bis 10 Uhr) oder am späten Nachmittag (ab 16 Uhr). So entgehen Sie nicht nur der größten Mittagshitze, sondern auch den großen Reisegruppen. Das sanftere Licht macht zudem die Atmosphäre magischer und die Kinder weniger quengelig.
6.4 Was tun bei Hitze? Cool bleiben im Tropenklima
Nutzen Sie die lokale ‚Siesta-Kultur‘ zu Ihrem Vorteil: Wenn die tropische Mittagssonne am höchsten steht, sollten Sie Besichtigungen im Freien meiden. Bevorzugen Sie stattdessen Museen mit moderner Klimaanlage oder die kühlen, schattigen Innenhöfe alter Tempel. Ein kleiner Handventilator oder ein kühles, feuchtes Tuch im Nacken sind in Vietnam wahre Lebensretter für die Kleinen und beugen Überhitzung vor.

6.5 Geschichte spannend erzählen: Mythen statt Jahreszahlen
Damit Geschichte für Kinder greifbar wird, sollten Sie trockene Jahreszahlen und komplexe Dynastien beiseite lassen. Erzählen Sie stattdessen Geschichten von Menschen: Wie lebte ein kleiner Prinz in der Verbotenen Stadt von Hue? Warum bewachen steinerne Löwen die Tempeltore? Nutzen Sie Legenden und Mythen, um die Fantasie zu beflügeln.
Anstatt Fakten zu dozieren, regen Sie zum gemeinsamen Entdecken an: „Was glaubst du, wer durch dieses riesige Tor gehen durfte?“ Solche offenen Fragen verwandeln den Besuch in eine spannende Detektivsuche. Besonders fesselnd wird es, wenn Sie einen Bezug zur Gegenwart herstellen.
Vergleichen Sie die Architektur der alten Häuser in Duong Lam mit dem eigenen Zuhause oder erklären Sie, dass die Räucherstäbchen wie eine „spirituelle E-Mail“ an die Vorfahren funktionieren. Wenn Kinder verstehen, dass diese Orte keine toten Museen sind, sondern Teil einer lebendigen Tradition, wird Geschichte für sie lebendig, nahbar und unvergesslich.
6.6 Respekt & Regeln kindgerecht erklären: Mit Fingerspitzengefühl
Anstatt Kindern starre Verbote aufzuerlegen, sollten Sie sie als aktive Mitreisende begreifen. Erklären Sie ihnen auf Augenhöhe, warum bestimmte Orte, wie die stillen Hallen einer Pagode, Ruhe verlangen: Vergleichen Sie die Atmosphäre mit der Stille im Wald oder einer Bibliothek – ein Ort, an dem die Gedanken der Menschen „fliegen“ wollen.
Machen Sie Geschichte durch kleine Rituale greifbar. Anstatt nur vor einem Altar zu stehen, erklären Sie die Bedeutung der Räucherstäbchen: Sie sind wie „Briefe ohne Worte“, die Wünsche zu den Ahnen tragen. Wenn Kinder verstehen, dass Früchte und Blumen Geschenke an geliebte Vorfahren sind, entwickeln sie ganz natürlich ein Gespür für die Bedeutung dieser Stätten.
Indem Sie Ihren Kindern die Chance geben, selbst eine Lotusblüte niederzulegen oder die Hände zum Gruß zu falten, verwandeln Sie abstrakte Regeln in eine wertvolle Lektion über Empathie und interkulturelle Wertschätzung. So wird aus einem „Muss“ ein gemeinsames Erlebnis, das verbindet.
6.7 Kindgerechte Medien: Vorbereitung ist die halbe Miete
Nutzen Sie die Vorfreude. Schauen Sie vorab gemeinsam kurze Dokumentationen oder lesen Sie vietnamesische Märchen. Ein eigenes kleines Reisetagebuch, in dem die Kinder Stempel sammeln oder Zeichnungen von Tempeln anfertigen können, macht sie zu aktiven Mitgestaltern der Reise.

7. Fazit: Gemeinsame Erinnerungen statt Pflichtprogramm
Ein Besuch historischer Stätten mit Kindern sollte kein starrer Bildungsauftrag sein, sondern eine Einladung zum gemeinsamen Staunen. Wenn wir Geschichte durch die Augen unserer Kinder sehen – in den Drachenfiguren von Hue oder den bunten Lichtern von Hoi An –, entstehen Momente, die weit über pures Faktenwissen hinausgehen. Es sind diese geteilten Erlebnisse und kleinen Abenteuer, die als kostbare Erinnerungen bleiben. Wer Vietnam mit Geduld und Flexibilität bereist, schenkt seiner Familie nicht nur Wissen, sondern eine tiefe, emotionale Verbindung zu einer faszinierenden fernen Welt.
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