Gesundheitstipps Vietnam: Sicher reisen & fit bleiben
Vietnam Reiseapotheke & Impfungen: So bleiben Sie auf Ihrer Reise gesund
Vietnam ist ein Land voller Farben, Geschichte und unvergleichlicher Natur. Von der lebendigen Straßenkultur in Hanoi bis zu den smaragdgrünen Reisterrassen in Sapa und den tropischen Stränden von Phu Quoc bietet das Land eine Vielfalt an Erlebnissen für jeden Reisetyp. Doch bei aller Vorfreude darf ein Thema nicht vergessen werden: die Gesundheit. Eine Krankheit kann schnell zur ungewollten Hauptrolle der Reise werden.
Dieser umfassende Blog soll Ihnen helfen, genau das zu vermeiden. Er zeigt, wie Sie sich vor Ihrer Abreise vorbereiten, welche Hygiene- und Verhaltensregeln Sie unterwegs beachten sollten und was zu tun ist, wenn Sie doch einmal erkranken.

Warum ist Vorsorge auf Reisen wichtig?
Viele Reisende unterschätzen das Risiko, sich auf Reisen eine Krankheit einzufangen. Ob Magen-Darm-Erkrankungen, Dengue-Fieber, Sonnenstich oder Atemwegserkrankungen – all das kann selbst gut vorbereitete Abenteurer treffen. Das tropische Klima, andere Hygienestandards, neue Lebensmittel und der Kontakt mit unbekannten Bakterien stellen eine Herausforderung für den Körper dar.
Eine gute Vorsorge verhindert nicht nur, dass man selbst krank wird, sondern auch, dass man andere ansteckt oder durch unvorsichtiges Verhalten zur Verbreitung von Infektionen beiträgt. Die medizinische Versorgung ist in ländlichen und bergigen Gebieten Vietnams besonders eingeschränkt – ein Grund mehr, das Krankheitsrisiko proaktiv zu minimieren.
Vorbereitungen für Vienamreise
1. Impfungen und medizinische Hinweise
Bevor Sie nach Vietnam reisen, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren, um sicherzustellen, dass Sie über die aktuellen medizinischen Empfehlungen für Ihre Gesundheit und Sicherheit während Ihres Aufenthalts informiert sind. Hier sind die wichtigsten Impfungen, die Sie beachten sollten:
- Hepatitis A und B: Hepatitis A ist eine Viruserkrankung, die häufig durch verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen wird. Hepatitis B hingegen wird durch Körperflüssigkeiten übertragen. Daher wird dringend empfohlen, sich vor Reiseantritt gegen beide Hepatitis-Typen impfen zu lassen.
- Typhus: Diese Impfung wird empfohlen, wenn Sie in ländliche Gebiete reisen oder engen Kontakt mit der lokalen Bevölkerung haben. Typhus wird durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen.
- DTP (Diphtherie, Tetanus, Polio): Stellen Sie sicher, dass Ihre DTP-Impfung aktuell ist, da diese Krankheiten auch unter relativ guten hygienischen Bedingungen übertragen werden können.
- Tollwut: Obwohl Tollwut selten ist, kommt sie in Vietnam, insbesondere in ländlichen Gebieten, immer noch vor. Wenn Sie viel Zeit im Freien verbringen oder Tieren, insbesondere Hunden, begegnen, wird diese Impfung empfohlen.
- Japanische Enzephalitis: Diese Impfung ist erforderlich, wenn Sie sich in ländlichen Gebieten aufhalten oder an Orte reisen, an denen diese Krankheit verbreitet ist, insbesondere während der Monsunzeit.

2. Reisemedizinische Hinweise und allgemeine Gesundheitsvorkehrungen
Konsultieren Sie vor Ihrer Abreise einen Arzt
Es ist notwendig, mindestens 4 bis 6 Wochen vor Ihrer Abreise einen auf internationale Reisen spezialisierten Arzt aufzusuchen. So haben Sie genügend Zeit, um alle notwendigen Impfungen durchführen zu lassen und mögliche vorbeugende Maßnahmen (z. B. Malariabehandlung) zu besprechen.
Nehmen Sie eine umfassende Reiseapotheke mit
Packen Sie neben grundlegenden Medikamenten wie Schmerzmitteln, Antiseptika und Verbandsmaterial auch spezielle Medikamente wie Durchfallmittel, Malariamittel und Medikamente gegen Atemwegsinfektionen ein. Wenn Sie regelmäßig medizinisch behandelt werden, bringen Sie ausreichend Medikamente für die Dauer Ihrer Reise mit.
Kranken- und Rückführungsversicherung
Schließen Sie vor Ihrer Abreise eine Reiseversicherung ab, die die medizinische Notfallversorgung und den Rücktransport abdeckt. Die medizinischen Kosten in Vietnam können hoch sein. Ein ausreichender Versicherungsschutz gewährleistet im Bedarfsfall eine schnelle Versorgung.
Handhygiene
Waschen Sie Ihre Hände häufig mit Wasser und Seife, insbesondere vor dem Essen und nach dem Toilettengang. Wenn Wasser und Seife nicht verfügbar sind, verwenden Sie Handdesinfektionsmittel.
Trinken von Flaschenwasser
Leitungswasser in Vietnam ist nicht trinkbar. Trinken Sie nur Flaschenwasser und vermeiden Sie die Verwendung von Eiswürfeln, da diese aus ungefiltertem Wasser hergestellt sein können.
Schutz vor Insekten
Mücken können Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber und Chikungunya übertragen. Verwenden Sie wirksame Insektenschutzmittel, tragen Sie lange Kleidung und schlafen Sie unter einem Moskitonetz, insbesondere in ländlichen oder mückenreichen Gebieten.

3. Reiseapotheke
Eine gut durchdachte Reiseapotheke ist Ihr wichtigster Begleiter in Vietnam. Sie hilft Ihnen, kleine Beschwerden sofort selbst zu behandeln, bevor sie Ihre Abenteuerlust bremsen. Wir empfehlen, die Medikamente in der Originalverpackung inklusive Packungsbeilage mitzuführen.
Hier ist unsere Empfehlung für Ihre Vietnam-Ausrüstung:
| Kategorie | Medikamente / Utensilien | Warum ist das wichtig? |
| Schmerz & Fieber | Paracetamol, Ibuprofen | Hilft bei Kopfschmerzen hoặc Erkältung. Hinweis: Bei Dengue-Verdacht nur Paracetamol nutzen! |
| Magen & Darm | Loperamid, Elektrolytpulver, Antazida | Wichtig bei Durchfall (Reisedurchfall) und Sodbrennen nach scharfem Street Food. |
| Insektenschutz | Mückenspray mit DEET (30-50%), Stichheiler | Schutz vor Dengue, Malaria und juckenden Stichen in tropischen Gebieten. |
| Sonnenschutz | Sonnencreme (LSF 50+), After-Sun-Lotion | Die UV-Strahlung in Vietnam ist extrem stark, auch bei bewölktem Himmel. |
| Wundversorgung | Desinfektionsspray, Pflaster, Wundsalbe | Für kleine Schnittwunden oder Blasen nach langen Sightseeing-Touren. |
| Atemwege | Nasenspray, Halstabletten | Schützt vor Austrocknung durch starke Klimaanlagen in Hotels và Bussen. |
| Allergien | Antihistaminika (z.B. Cetirizin) | Bei unerwarteten Reaktionen auf Lebensmittel, Pflanzen oder Insektenstiche. |
| Ausrüstung | Fieberthermometer, Pinzette | Zur schnellen Kontrolle bei Unwohlsein und zum Entfernen von Splittern. |
Experten-Tipp: Packen Sie Ihre Reiseapotheke immer ins Handgepäck. So haben Sie die wichtigsten Medikamente auch bei Flugverspätungen oder Kofferverlust sofort griffbereit.
4. Weitere Medikamente
Vorbereitung ist immer ratsam. Hier sind weitere Medikamente, die Sie für eine Reise nach Vietnam benötigen könnten:
- Salben gegen Muskel- und Gelenkschmerzen: Tropisches Klima und lange Sightseeing-Tage können zu Muskelschmerzen führen. Eine Voltaren-ähnliche Creme oder eine entzündungshemmende Creme kann hilfreich sein.
- Rehydratationslösung zum Einnehmen: Bei Durchfall ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Diese Lösungen helfen, den Verlust von Mineralstoffen und Wasser auszugleichen.
- Antibiotika und Antimykotika: Zur Vorbeugung von bakteriellen oder Pilzinfektionen.
- Inhalatoren und Bronchodilatatoren: Wenn Sie Asthma haben, vergessen Sie nicht Ihren Inhalator (Ventolin).
- Abschwellende Nasensprays: Diese können bei verstopfter Nase aufgrund von Feuchtigkeit oder Allergien hilfreich sein.
- Antazida (Maalox, Rennie): Zur Behandlung von Sodbrennen oder Verdauungsstörungen nach einer scharfen Mahlzeit.
- Spasfon: Ein Medikament zur Linderung von Bauchschmerzen im Zusammenhang mit Darmkrämpfen.

Hygiene und Gesundheit unterwegs
1. Trinkwasser und Lebensmittelhygiene
Der häufigste Grund für eine akute Krankheit in Vietnam ist kontaminiertes Essen oder Wasser. So vermeiden Sie Probleme:
- Trinken Sie kein Leitungswasser. Greifen Sie zu abgepacktem Wasser und achten Sie auf unbeschädigte Verschlüsse.
- Meiden Sie Eiswürfel in Getränken, es sei denn, sie wurden industriell hergestellt.
- Essen Sie nur gut durchgegarte Speisen.
- Verzichten Sie auf rohes Fleisch, ungewaschenes Obst oder Meeresfrüchte aus zweifelhafter Quelle.
- Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig mit Seife oder benutzen Sie Handdesinfektionsmittel.
2. Hitze- und Sonnenschutz
Die vietnamesische Sonne und Hitze sind intensiv – selbst an bewölkten Tagen. Sonnenbrand, Hitzschlag und Dehydrierung sind daher keine Seltenheit. Hier sind einige Tipps, um sie zu vermeiden:
- Verwenden Sie im Freien Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor, um Ihre Haut zu schützen.
- Tragen Sie einen Hut, eine Sonnenbrille und helle Kleidung, um Sonnenlicht und Hitze besser zu reflektieren.
- Sorgen Sie für ausreichend Flüssigkeitszufuhr. Trinken Sie viel Wasser (mindestens 2–3 Liter pro Tag).
- Die Sonne ist mittags und am frühen Nachmittag (11:00 bis 15:00 Uhr) am intensivsten. Vermeiden Sie es, in dieser Zeit nach draußen zu gehen.

3. Mückenschutz
In Vietnam sind Mücken nicht nur lästig, da sie durch ihre Stiche jucken, sondern übertragen auch gefährliche Krankheiten wie Dengue-Fieber, das Zika-Virus oder Japanische Enzephalitis. Deshalb:
- Tragen Sie mückendichte Kleidung (lange Ärmel, lange Hosen).
- Verwenden Sie Mückenschutzmittel (mindestens 30 % DEET).
- Schlafen Sie unter Moskitonetzen, insbesondere in ländlichen Gebieten.
- Halten Sie sich von stehendem Wasser fern.
4. Street Food: So genießen Sie sicher wie ein Lokal
Die vietnamesische Straßenküche ist legendär – von duftenden Pho-Suppen bis hin zu knusprigen Banh Mi. Viele Reisende haben jedoch Angst vor dem sogenannten „Traveler’s Tummy“ (Reisedurchfall). Mit diesen goldenen Regeln können Sie sich durch die Gassen schlemmen, ohne Ihre Gesundheit zu riskieren:
- Suchen Sie nach Ständen, an denen viele Einheimische essen. Ein hoher Gästeandrang bedeutet nicht nur, dass es schmeckt, sondern garantiert auch eine hohe Fluktuationsrate der Zutaten. Das Essen ist frisch und liegt nicht stundenlang in der Hitze.
- Bevorzugen Sie Speisen, die direkt vor Ihren Augen in der Pfanne oder im Wok bei hoher Hitze zubereitet werden. Kochend heiße Suppen wie Pho oder Bun Bo Hue sind meist sicherer als kalte Buffet-Gerichte.
- In den Städten ist das Eis in den Getränken meist sicher, wenn es sich um industriell hergestellte Eiswürfel mit Loch in der Mitte handelt. Diese werden mit gefiltertem Wasser produziert. Vermeiden Sie jedoch zerstoßenes Eis (Crushed Ice) von großen Blöcken, da deren Herkunft oft unklar ist.
- Salat und Kräuter werden oft mit Leitungswasser gewaschen. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, verzichten Sie in den ersten Tagen auf rohes Gemüse und halten Sie sich an geschältes Obst wie Bananen, Mangos oder Drachenfrüchte.
- In Vietnam ist es üblich, Stäbchen und Löffel vor dem Essen kurz mit einem Papiertaschentuch abzuwischen. Viele Garküchen stellen dafür extra Boxen auf die Tische – machen Sie es einfach wie die Locals!
Insider-Tipp: Wenn Sie sich unscharf an das lokale Essen herantasten möchten, bestellen Sie „khong cay“ (nicht scharf). Schärfe kann den Magen zusätzlich reizen, besonders wenn sich Ihr Körper noch an das tropische Klima gewöhnen muss.

Zusätzliche Insider-Tipps für eine reibungslose Vietnam-Reise
Neben der Gesundheit gibt es einige praktische Aspekte, die Ihren Aufenthalt in Vietnam erheblich komfortabler machen. Hier sind unsere ergänzenden Tipps:
Die richtige App für alle Fälle: Grab
Laden Sie sich vorab die App Grab herunter. Sie ist das „Uber Südostasiens“. Warum das für Ihre Gesundheit wichtig ist?
- Sicherheit: Sie vermeiden Preisverhandlungen und fahren in klimatisierten, sauberen Autos.
- Notfall: Im Falle einer plötzlichen Erkrankung ist ein Grab der schnellste und sicherste Weg zum nächsten internationalen Krankenhaus, ohne dass Sie Sprachbarrieren mit einem Taxifahrer überwinden müssen.
Der „Klimaanlagen-Schock“
In Vietnam lieben die Menschen ihre Klimaanlagen – oft sind Busse, Züge und Malls auf 18°C heruntergekühlt, während draußen 35°C herrschen. Tragen Sie immer einen leichten Schal oder eine dünne Strickjacke bei sich, auch wenn es draußen heiß ist. Der abrupte Temperaturwechsel ist die häufigste Ursache für Erkältungen und Kreislaufprobleme auf Reisen.
Hydrierung mit Elektrolyten
Die Luftfeuchtigkeit in Vietnam entzieht dem Körper unbemerkt viel Wasser und Salz. Trinken Sie nicht nur Wasser. Nutzen Sie lokale Erfrischungen wie frische Kokosnüsse (Nuoc Dua). Sie sind natürliche Elektrolytlieferanten, steril verschlossen và überall am Straßenrand für wenig Geld erhältlich.
Schutz vor Luftverschmutzung
In Großstädten wie Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt kann die Luftqualität durch den dichten Motorradverkehr belastet sein. Machen Sie es wie die Einheimischen und tragen Sie eine Schutzmaske, wenn Sie länger zu Fuß oder auf einem Motorrad-Taxi unterwegs sind. Dies schützt Ihre Atemwege vor Staub und Abgasen.
Jetlag und Ankunft
Geben Sie Ihrem Körper Zeit. Vietnam liegt (je nach Sommer-/Winterzeit) 5 bis 6 Stunden vor Deutschland. Planen Sie für die ersten 48 Stunden keine anstrengenden Touren ein. Viel Wasser trinken và versuchen Sie, sich sofort an den lokalen Rhythmus anzupassen, um das Immunsystem nicht unnötig zu schwächen.
>>> Für weiteren Informationen lesen Sie: Jetlag in Vietnam überwinden

Regionale Besonderheiten und Krankheitsrisiken in Vietnam
Nordvietnam (z. B. Hanoi, Sapa)
In den Wintermonaten kann es kalt und feucht werden – ideale Bedingungen für Atemwegserkrankungen. Achten Sie auf warme Kleidung und vermeiden Sie Zugluft in Hotels und Bussen. Auch Hauterkrankungen durch Feuchtigkeit (z. B. Pilzinfektionen) sind möglich.
Zentralvietnam (z. B. Hue, Da Nang)
Hier kann es während der Regenzeit zu Überschwemmungen kommen. Vermeiden Sie Kontakt mit überflutetem Wasser, da dies Keime und Krankheitserreger enthalten kann. In der Regenzeit steigt auch das Risiko für Dengue-Fieber.
Südvietnam (z. B. Ho-Chi-Minh-Stadt, Mekongdelta)
Das heiße, feuchte Klima begünstigt Magen-Darm-Krankheiten, Pilzinfektionen und Mückenübertragene Krankheiten. Achten Sie besonders auf gute Lebensmittelhygiene und Mückenschutz.
Reisen mit Kindern, älteren Menschen oder chronischen Erkrankungen
Kinder
Vietnam ist ein unglaublich kinderfreundliches Land, doch das Immunsystem von Kleinkindern reagiert sensibler auf neue Umgebungen. Besonders Magen-Darm-Infekte und das durch Mücken übertragene Dengue-Fieber erfordern Aufmerksamkeit. Mit diesen gezielten Maßnahmen wird der Familienurlaub zum entspannten Erlebnis:
- Rundum-Mückenschutz: Da Kinder oft empfindlich auf aggressive Repellents reagieren, nutzen Sie für Textilien spezielle Sprays und für die Haut Produkte, die für Kinder geeignet sind (z. B. auf Basis von Icaridin). Kleidung in hellen Farben, die Arme und Beine bedeckt, ist besonders in der Dämmerung Pflicht.
- Sicherer Schlaf: Achten Sie bei Unterkünften in ländlichen Gebieten darauf, dass ein Moskitonetz über dem Kinderbett vorhanden ist oder bringen Sie ein leichtes Reise-Netz mit. Viele Resorts bieten zudem klimatisierte Zimmer, was das Mückenrisiko im Innenraum deutlich senkt.
- Hygiene-Extra: Für Kleinkinder im Krabbelalter ist ein eigenes Set an Besteck und ein wiederverwendbarer Trinkhalm sinnvoll. So vermeiden Sie den Kontakt mit unzureichend gereinigten Utensilien an Straßenständen. Ein handliches Desinfektionsgel für die Hände sollte Ihr ständiger Begleiter sein.
- Sonnenschutz & Hydrierung: Kinderhaut ist dünner und verbrennt schneller. Nutzen Sie mineralischen Sonnenschutz mit LSF 50 und achten Sie darauf, dass Ihr Kind über den Tag verteilt kleine Mengen Wasser oder verdünnte Fruchtsäfte trinkt, um den Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten.
- Medizinischer Check-up: Besprechen Sie die Reise mindestens zwei Monate im Voraus mit Ihrem Kinderarzt. Neben den Standardimpfungen sollte geprüft werden, ob zusätzliche Impfungen (z. B. gegen Japanische Enzephalitis oder Tollwut) für Ihre spezifische Route sinnvoll sind.
Tipp für Eltern: Packen Sie eine vertraute „Trost-Apotheke“ ein – mit dem gewohnten Fiebersaft, Elektrolyten mit Fruchtgeschmack und Pflastern mit bunten Motiven. Das gibt nicht nur dem Kind Sicherheit, sondern auch Ihnen.

Ältere Menschen
Das heiße và feuchte Klima Vietnams ist eine Herausforderung für das Herz-Kreislauf-System, besonders wenn man direkt aus dem kühlen Europa anreist. Damit die Reise ein Genuss bleibt, sollten ältere Reisende auf ein paar wesentliche Details achten:
- Strategische Reiseplanung: Vermeiden Sie Besichtigungen in der Mittagshitze (11:00 bis 15:00 Uhr). Planen Sie stattdessen Aktivitäten für die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag ein. Die kaiserlichen Gärten in Hue oder die Altstadt von Hoi An sind im sanften Morgenlicht ohnehin viel atmosphärischer.
- Regelmäßige Erholungspausen: Vietnam bietet eine wunderbare Café-Kultur. Nutzen Sie diese! Ein schattiges Plätzchen in einem klimatisierten Café oder ein ruhiger Moment an der Brise des Parfüm-Flusses hilft dem Körper, sich zu regenerieren. „Weniger ist mehr“ ist das goldene Motto für eine stressfreie Reise.
- Dehydrierung vorbeugen: Ältere Menschen verspüren oft weniger Durst, obwohl der Körper durch das Schwitzen massiv Flüssigkeit verliert. Trinken Sie proaktiv – ideal sind Mineralwasser, leichter Tee oder frisches Kokoswasser. Achten Sie auf Anzeichen wie Schwindel oder leichte Kopfschmerzen.
- Wahl der Unterkunft: Investieren Sie in Hotels mit guter Lage und Aufzügen. Ein zentral gelegenes Hotel ermöglicht es Ihnen, zwischendurch für ein kurzes Nickerchen oder eine erfrischende Dusche ins Zimmer zurückzukehren, ohne lange Wege auf sich zu nehmen.
- Leichte Fortbewegung: Nutzen Sie statt langer Fußmärsche lieber Elektro-Shuttles (in vielen touristischen Zentren verfügbar) oder klimatisierte Taxis. Das schont die Kräfte für die eigentlichen Highlights der Sehenswürdigkeiten.
Wichtiger Hinweis: Wenn Sie regelmäßig Medikamente gegen Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Probleme einnehmen, besprechen Sie die Reise vorab mit Ihrem Kardiologen. Die Dosierung muss bei extremer Hitze manchmal angepasst werden.
Chronische Erkrankungen
Eine chronische Erkrankung wie Diabetes, Bluthochdruck oder Asthma ist kein Hindernis für eine Vietnam-Reise, erfordert jedoch eine präzisere Logistik. Da die medizinische Infrastruktur außerhalb der Metropolen stark variiert, sollten Sie folgende Punkte beachten:
- Medikamentenvorrat und Lagerung: Nehmen Sie mindestens 50 % mehr Medikamente mit, als Sie für die Reisedauer eigentlich benötigen. Dies dient als Puffer bei Flugverspätungen oder Reiseplanänderungen.
- Achten Sie auf die Kühlkette: In Vietnam herrscht hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze. Für Medikamente wie Insulin sind isolierte Kühltaschen oder spezielle Thermobehälter für den Transport unerlässlich.
- Das ärztliche Attest (in Englisch): Führen Sie eine vom Arzt unterzeichnete Bescheinigung in englischer Sprache mit. Diese sollte Ihre Diagnose, die benötigten Wirkstoffe (generische Namen, da Markennamen in Vietnam abweichen können) und die Dosierung enthalten. Dies ist nicht nur für den Zoll wichtig, sondern auch, falls Sie vor Ort einen Arzt aufsuchen müssen.
- Notfallausweis und Technik: Ein internationaler Notfallausweis sollte immer griffbereit in Ihrem Geldbeutel liegen. Wenn Sie medizinische Geräte (z. B. CPAP-Maschinen oder Insulinpumpen) verwenden, prüfen Sie vorab die Kompatibilität mit dem vietnamesischen Stromnetz (220V) und nehmen Sie passende Reiseadapter mit.
- Standortwahl der Unterkunft: Wenn Sie auf regelmäßige medizinische Betreuung angewiesen sind, wählen Sie Ihre „Base“ in der Nähe von Städten mit internationalen Krankenhäusern wie Hanoi, Da Nang oder Ho-Chi-Minh-Stadt. Planen Sie Ausflüge in entlegenere Regionen (wie Sapa-Trekking oder Ha Giang) nur als kürzere Tagestrips ein.
- Individueller Reiseplan: Informieren Sie Ihren Reiseleiter oder Ihre Unterkunft vorab über Ihre Situation. In Vietnam ist die Hilfsbereitschaft groß, und im Notfall kann schneller reagiert werden, wenn das Umfeld informiert ist.
Wichtiger Hinweis zur Reiseversicherung: Stellen Sie sicher, dass Ihre Auslandskrankenversicherung auch „Verschlechterungen von Vorerkrankungen“ abdeckt. Viele Standardpolicen schließen dies aus. Ein Blick in das Kleingedruckte spart im Ernstfall hohe Kosten.

Was tun Sie im Krankheitsfall?
Auch bei bester Vorbereitung kann eine Krankheit auftreten. Es ist wichtig, schnell und richtig zu reagieren.
Zu den wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten gehört das Erkennen der ersten Symptome. Fieber, Gliederschmerzen und Hautausschlag können auf Dengue-Fieber oder eine andere Virusinfektion hindeuten. Durchfall, Erbrechen und Bauchkrämpfe können auf eine Lebensmittelvergiftung oder eine bakterielle Infektion hindeuten. Husten, Halsschmerzen und Kurzatmigkeit können auf eine Atemwegserkrankung hinweisen.
Wenn die Krankheit endgültig diagnostiziert wurde, ist es an der Zeit, das weitere Vorgehen zu entscheiden. Leichte Beschwerden (leichte Erkältungen, harmlose Magenprobleme) können in der Regel zu Hause behandelt werden. Bei Fieber über 38,5 Grad, anhaltendem Durchfall oder starker Erschöpfung sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Die Notrufnummer des Krankenhausdienstes lautet 115. Alternativ können Sie sich an internationale Krankenhäuser in größeren Städten wie Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt oder Da Nang wenden:
- Französisches Krankenhaus Hanoi
- Allgemeinmedizin Vietnam
- FV Krankenhaus Ho-Chi-Minh-Stadt
Tragen Sie immer Ihre internationale Krankenversicherung, Ihren Impfpass und wichtige medizinische Informationen bei sich.

Fazit
Vietnam ist ein traumhaftes Reiseziel, das sich mit guter Vorbereitung und Umsicht sicher und gesund bereisen lässt. Ob Impfungen, Hygiene, Sonnenschutz oder Verhaltensregeln – wer auf seine Gesundheit achtet, kann sich ganz auf die schönen Seiten des Landes konzentrieren.
Eine Krankheit muss kein Teil Ihrer Reise sein. Doch falls es passiert, ist es beruhigend, vorbereitet zu sein. Nehmen Sie sich Zeit für Planung, informieren Sie sich über lokale Risiken und vertrauen Sie auf Ihren gesunden Menschenverstand. Dann steht einem unvergesslichen Vietnam-Abenteuer nichts mehr im Weg.
Bleiben Sie achtsam, bleiben Sie gesund – und genießen Sie Vietnam in vollen Zügen!
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