Vietnamesische Währung und ihre Stückelungen: Was müssen Sie vor Ihrer Reise nach Vietnam wissen?
Vietnam Währung & Geld in 2026: Der ultimative Guide für deine Reise
Du planst eine Reise nach Vietnam und fragst dich: Wie funktioniert der vietnamesische Dong? Welche Banknoten gibt es? Wo tausche ich am besten Geld um, ohne Gebührenfalle? In diesem umfassenden Guide erfährst du alles, was du über Geld in Vietnam wissen musst – von der Geschichte der Währung bis hin zu Profi-Tipps für Abhebungen am Geldautomaten (ATM).

Basiswissen: Was ist der Vietnamesische Dong (VND)?
Einführung in die vietnamesische Währung
Die offizielle Währung Vietnams ist der Vietnamesische Dong, abgekürzt VND und symbolisiert durch das Zeichen ₫.
Der Dong gehört zu den Währungen mit dem weltweit niedrigsten Nennwert. Das bedeutet für dich: Du wirst in Vietnam schnell zum „Millionär“. Erschrick nicht über die vielen Nullen – mit ein wenig Übung beherrschst du das System in kürzester Zeit. In Vietnam ist der Dong das einzige offizielle Zahlungsmittel. US-Dollar werden in touristischen Zentren zwar oft als Vergleichspreis angegeben, die Bezahlung erfolgt jedoch fast immer in VND.
Eine kurze Geschichte der vietnamesischen Währung
Vor Kurzem – im Jahr 2021 – veröffentlichte die Staatsbank von Vietnam die Ergebnisse eines umfangreichen Forschungsprojekts auf Ministerebene zum Thema „Geschichte der vietnamesischen Währung“. Es handelte sich um das größte jemals im Bankensektor durchgeführte Forschungsprojekt.
Forschungen zufolge war die „Thái Binh Hưng Bảo“ (die florierende Währung der Friedenszeit) die erste Münze des unabhängigen Feudalstaates Vietnam. Sie geht auf die Herrschaft des ersten Königs der Dinh-Dynastie, König Dinh Bo Linh, im Jahr 968 zurück. Sie bestand aus Bronze, war rund und hatte ein quadratisches Loch in der Mitte. Die runde Form symbolisierte das Universum, während das quadratische Loch die Erde darstellte. Auf der einen Seite ist die Inschrift „Thái Binh Hưng Bảo“ zu lesen, während die Rückseite unterhalb des Lochs das Ideogramm „Dinh“ trägt.
Viel später nannten die Vietnamesen ihre Münzen „đồng“ (wörtlich „Kupfer“), in Anlehnung an die Kupfermünzen der Feudalzeit. Während der französischen Kolonialisierung führten sie die Piaster ein, die als Silbermünzen und Papiergeld erhältlich waren.
Erst 1946, kurz nach der Unabhängigkeitserklärung Vietnams in Hanoi, ersetzte der Đồng den Piaster. Am 6. Mai 1951 unterzeichnete Präsident Ho Chi Minh das Dekret Nr. 15/SL zur Gründung der Vietnamesischen Nationalbank mit der Aufgabe, Banknoten auszugeben und das Staatsvermögen zu verwalten. Der Đồng erlebte unzählige Aufwertungen, ganz zu schweigen von den historischen Umwälzungen. 2003 wurden Baumwollbanknoten mit einem Nennwert über 10.000 đ durch Polymerbanknoten gleichen Nennwerts ersetzt.
Heutzutage existieren nur noch Baumwoll- und Polymerbanknoten mit Nennwerten zwischen 1.000 đ und 500.000 đ. Die Vorderseite aller Banknoten zeigt rechts das Bild von Präsident Ho Chi Minh, während links über dem Nennwert das vietnamesische Wappen prangt. Nicht zuletzt werden seit 2013 – inflationsbedingt – keine Münzen mehr geprägt, ihr Umtausch ist jedoch teilweise legal und möglich (viele behalten sie jedoch als Sammlerstücke).
Zu beachten ist, dass der Dong eine der schwächsten Währungen der Welt ist und so viele Nullen aufweist, dass Ausländer bei ihrer ersten Reise nach Vietnam verwirrt sein können. Hier sind ein paar Tipps, wie man sie erkennt.

Vietnamesische Banknoten im Überblick
Seit 2003 nutzt Vietnam moderne Polymer-Banknoten für höhere Werte. Diese sind langlebig, wasserfest und schwer zu fälschen. Kleinbeträge werden noch auf Baumwollpapier gedruckt.
Die „großen“ Polymer-Scheine (Vielgenutzt)
| Wert | Farbe | Rückseiten-Motiv | Besonderheit |
| 500.000₫ | Dunkelblau | Ho Chi Minhs Geburtsort | Höchster Wert (ca. 18 €). Vorsicht: Verwechslungsgefahr mit 20.000₫! |
| 200.000₫ | Braun-Rot | Halong-Bucht | Sehr gebräuchlich für größere Einkäufe. |
| 100.000₫ | Dunkelgrün | Literaturtempel (Hanoi) | Idealer Schein für Restaurants. |
| 50.000₫ | Rosa | Pavillon in Hue | Perfekt für ein Mittagessen oder Souvenirs. |
| 20.000₫ | Hellblau | Japanische Brücke (Hoi An) | Vorsicht: Sieht dem 500.000₫ Schein sehr ähnlich! |
| 10.000₫ | Braun/Grün | Ölplattform (Vung Tau) | Kleinster Polymer-Schein. |
Die „kleinen“ Papier-Scheine (Wechselgeld)
Die 5.000-Dong-Banknote ist aus hellblauem Baumwollpapier gefertigt. Auf der Rückseite ist das Wasserkraftwerk Tri An am Fluss Dong Nai abgebildet. Dies ist der wertvollste der "kleinen" Scheine. Du nutzt ihn oft für Streetfood-Snacks, eine Flasche Wasser am Kiosk oder als kleine Spende in Tempeln.
Diese 1000-Dong-Scheine und 2000-Dong-Schein bestehen aus gräulichem Papier und werden im Alltag oft als "Taschengeld" oder Wechselgeld behandelt. Die 1.000₫ ist hellblau und gelb, zeigt die Holzernte mit einem Elefanten in Zentralvietnam (Tay Nguyen) und die 2.000₫ - dunkel brau - zeigt Arbeiterinnen in einer Textilweberei.

Tipps zum Umgang mit der vietnamesischen Währung
Ein gutes Budgetmanagement erfordert ein umfassendes Verständnis der vietnamesischen Währung und ihrer Nennwerte. Hier sind einige detaillierte und praktische Tipps aus der Erfahrung vieler Reisender:
Wo wechseln?
Tausche Euro oder US-Dollar erst vor Ort in Vietnam um, da der Kurs im Ausland meist sehr schlecht ist.
- Juweliere & Goldgeschäfte (Geheimtipp): In Städten wie Hanoi (Hàng Bạc Straße) bieten diese oft die besten Kurse ohne Kommission.
- Banken (Sicher, aber bürokratisch): Banken wie Vietcombank sind sicher, verlangen aber den Reisepass und Zeit für Formulare.
- Flughäfen: Praktisch für die ersten 20 €, aber der Kurs ist meist schlechter als in der Stadt.
Abhebungen und Zahlungen
Geld abheben: Geldautomaten sind in Städten weit verbreitet und akzeptieren die meisten internationalen Karten. Beachten Sie jedoch die Bankgebühren: Banken können hohe Gebühren erheben. Wir empfehlen, je nach Automaten nur hohe Beträge von bis zu 3.000.000 oder 5.000.000 VND auf einmal abzuheben.
Abhebelimit: Viele ATMs (z.B. Agribank) erlauben nur 2-3 Millionen VND pro Abhebung (~75–110 €). Internationale Banken wie HSBC oder TPBank bieten oft höhere Limits (bis 10 Mio. VND).
Zahlungen: Kartenzahlungen werden in kleinen Geschäften oder auf Märkten selten akzeptiert. Hotels, gute Restaurants und Reisebüros akzeptieren oft Visa und Mastercard, erheben aber manchmal einen Aufschlag von 2–3 %. Lokale Banken erheben oft 20.000 bis 55.000 VND Gebühr. Nutze Reise-Kreditkarten (z.B. DKB, Revolut), um die Gebühren deiner Hausbank zu vermeiden.
Kartenzahlung: In Hotels und Malls üblich, aber oft mit 3 % Aufschlag. Auf Märkten gilt: Bargeld ist King.

Planen Sie verschiedene Spareinlagen ein
Sie sollten immer kleine Scheine für alltägliche Einkäufe (Imbiss, Taxis, Souvenirs, einen Kaffee oder eine kleine Flasche Wasser) dabei haben. Es ist nicht ratsam, einen 500.000-VND-Schein für eine Flasche Wasser oder einen kleinen Artikel herauszunehmen: Man könnte Ihnen sagen: „Wir haben kein Wechselgeld dafür.“
Zahlungskultur und Verhandlungsgeschick in Vietnam
Bargeld ist in der vietnamesischen Kultur nach wie vor vorherrschend. Obwohl Online-Zahlungs-Apps wie MoMo und ZaloPay immer weiter verbreitet sind, werden sie hauptsächlich von Einheimischen genutzt.
Preisverhandlungen: gängige Praxis
Auf lokalen Märkten, in Souvenirläden und bei Straßenhändlern ist Feilschen üblich und wird erwartet. Gute Kenntnisse der vietnamesischen Währung und ihrer Nennwerte ermöglichen Ihnen ein sicheres Handeln.
Zücken Sie niemals vorschnell Ihr Portemonnaie: Fragen Sie nach dem Preis, zeigen Sie Ihr Ticket vor und warten Sie, bis Ihnen ein fairer Preis angeboten wird.
Trinkgeld und Spenden
Trinkgeld ist zwar nicht obligatorisch, wird aber in Hotels, für Reiseleiter oder Fahrer gerne gesehen. Rechnen Sie mit mindestens 20.000 VND für den Gepäckträger, 100.000 VND für den Fahrer und 200.000 VND für guten Service.
In Tempeln und spirituellen Stätten ist es außerdem üblich, eine kleine Spende in den dafür vorgesehenen Kästen zu hinterlassen.

Häufige Fehler im Umgang mit vietnamesischer Währung
Trotz ihrer scheinbaren Einfachheit können die vietnamesische Währung und ihre Nennwerte für unaufmerksame Reisende verwirrend sein. Hier sind einige Fehler, die Sie vermeiden sollten:
Verwechslung der Banknoten: Wie bereits erwähnt, können die Nennwerte von 20.000 VND und 500.000 VND verwirrend sein. Sortieren Sie Ihre Scheine nach Wert, um Verwirrung und Fehler zu vermeiden.
Vertrauen Sie blind: Es kann vorkommen, dass manche Händler weniger Wechselgeld herausgeben, insbesondere in touristischen Gebieten. Zählen Sie immer in Ruhe nach, um nicht betrogen zu werden.
Geldwechsel an inoffiziellen Orten: Fragen Sie Ihren Reiseleiter oder Ihr Reisebüro nach einer guten Wechselstube. Vermeiden Sie unseriöse Wechselstuben oder Transaktionen auf der Straße. Sie können Geld bei Banken, zuverlässigen Hotels oder autorisierten Agenturen wechseln, der Wechselkurs ist jedoch weniger attraktiv.
Wie liest man Preise?
In Geschäften und Restaurants werden die Preise meist in VND angezeigt, manchmal mit vielen Nullen. Keine Panik:
300.000 VND ≈ 10 Euro
1.000.000 VND = 1 Million Dong ≈ 35 Euro
Nehmen Sie sich von Anfang an die Zeit, sich mit Zahlen vertraut zu machen.
Ein guter Tipp: Nutzen Sie eine Umrechnungs-App auf Ihrem Handy.

Was passiert, wenn Sie mit Dong abreisen?
Wenn Sie am Ende Ihrer Vietnamreise noch vietnamesische Währung übrig haben, haben Sie zwei Möglichkeiten:
- Wechseln Sie sie in einer Wechselstube am Flughafen zurück (vorausgesetzt, Sie haben Ihre Quittungen) und akzeptieren Sie den noch günstigeren Kurs.
- Behalten Sie sie als Souvenir oder für eine zukünftige Reise. Manche Reisende bringen gerne einen 500.000-VND-Schein als kleine Aufmerksamkeit mit.
Schlusswörte
Das Verständnis der vietnamesischen Währung und ihrer Nennwerte ist für jeden Reisenden, der einen reibungslosen Aufenthalt in Vietnam erleben möchte, unerlässlich. Es ist ein wichtiger Aspekt für eine erfolgreiche Reise. Wenn Sie lernen, Banknoten zu erkennen, die richtigen Zahlungsgewohnheiten zu entwickeln und auf der Hut vor kleinen Betrugsmaschen zu sein, können Sie Ihren Aufenthalt unbeschwert genießen.
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